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Klima.Wald.Wandel - höchste Zeit für eine Wende!

11. Waldfest des Steiermärkischen Forstvereins am Grazer Hauptplatz

Der Wald steht vor großen Herausforderungen. In Zukunft muss er höheren Temperaturen, mehr Feuchtigkeit im Winter und trockeneren Sommern gewachsen sein. Im Klimawandel muss er weiter seine vielfältigen Aufgaben als Lebensraum, Arbeitsplatz, Erholungsort, Bildungsanstalt, Wasserspeicher, Wärmespender, Luftkühler und noch vieles mehr erfüllen. Der Wald ist einerseits Betroffener und andererseits Teil der Lösung. Betroffener deshalb, weil Waldökosysteme sehr langlebig sind und daher wenig flexibel auf Änderungen reagieren können. Teil der Lösung deshalb, weil der Wald über die nachhaltige Bewirtschaftung, die Ernte des Holzzuwachses und einen möglichst umfassenden Einsatz des Rohstoffes Holz für stoffliche wie energetische Verwendungswege wesentlich zur Einsparung von CO2-Emissionen beitragen kann.

Die negativen Folgen des Klimawandels sind längst im Wald angekommen. Großflächige Schäden durch Borkenkäferbefall, zusätzlich einwandernde Forstschädlinge, Windwürfe und Schneebruchschäden treffen nicht nur massiv die Waldbesitzer, sondern auch direkt uns Menschen. Gerade in einem Gebirgsland wie Österreich sind funktionstüchtige Wälder, die Siedlungen und Verkehrswege schützen aber auch über die aktive Bewirtschaftung Einkommen in die ländlichen Regionen bringen, von besonderer Bedeutung. Ohne die Leistungen der Schutzwälder könnte Österreich nur rund zur Hälfte besiedelt werden.

Zum Umdenken anregen. Deshalb wurden alle Besucher des 11. Waldfestes des Steiermärkischen Forstvereins am 12. Juni 2019 am Grazer Hauptplatz eingeladen, ihre persönlichen Beiträge zum Klimaschutz einzubringen. Die ersten 500 Ideenbringer erhielten dafür einen Pfannen“Wender“. Besonders zum Thema Verkehr wurden viele Möglichkeiten genannt: Unnötige kurze Autofahrten vermeiden, Fahrgemeinschaften bilden, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder benutzen, Flugreisen reduzieren und auf Elektroauto umsteigen. Aber auch der eigene Energieverbrauch wurde kritisch betrachtet: Umweltfreundliche Energien verwenden (Heizen mit Holz, Sonnen-Windenergie), sparsam heizen, die Raumtemperatur nicht über 20° C einstellen, die Fenster nur kurz zum Lüften öffnen, die Fenster abdichten, eine Wärmeisolierung am eigenen Haus anbringen, Duschen statt Baden und sparsam mit (Warm-) Wasser umgehen, Licht nur aufdrehen, wenn notwendig, sparsame Elektrogeräte verwenden, Geschirrspülen nicht unter fließendem Wasser.

11. Waldfest. Kompetente Ansprechpartner von 26 Organisationen rund um den steirischen Wald standen für Anregungen und Diskussionen zur Verfügung. Über 3.000 Besucher, darunter viele Schulklassen, informierten sich über die vielfältigen Leistungen des Waldes. Wald und Holz schützen das Klima. Mit der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes im Holzbau und im täglichen Leben, auch als Kleidungsfaser kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Kontakt: Steiermärkischer Forstverein, Dr. Gerhard Pelzmann, Geschäftsführer, 0664/6025961271

Fotocredit: Harry Schiffer; Abdruck honorarfrei

Bild1: Auch Landesrat Johann Seitinger und der Obmann des Steiermärkischen Forstvereins Norbert Seidl (links) beteiligen sich am Klima.Wenden mit ihren persönlichen Beiträgen. (Download)

Bild2: Die Gewinner des Wald-Mandala-Kreativwettbewerbs, es nahmen 25 steirische Schulen, 32 Klassen mit 124 Einsendungen teil, jubeln über ihre Klassenpreise am Grazer Waldfest. (Download)

Dieser Text als PDF-Datei: PA_Graz_Waldfest_2019-1.pdf

Weiteren Informationen finden Sie unter: www.steirischerwald.at